Mitternachtssnack

Mitternachtssnack in der Studenten-WG

23:59 Uhr: Rrrrrrrrrrrrrrrrrr …! Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr! 
Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr…! 

Ist das schon der Wecker? Kann nicht sein, du bist doch eben erst eingeschlafen. Ein Anruf mitten in der Nacht von deinem Mitbewohner Justus? Nee, Handy ist im Flugmodus. Der Hund deiner Mitbewohnerin Lisa? Niemals, Haustiere sind erstens in deiner Studenten-WG nicht erlaubt und zweitens kann sie mit den klassischen Haustieren seit ihrem Jahr in Australien nichts mehr anfangen. 

Aber du kommst der Sache langsam näher, denn du spürst da was in der Magengegend. Jep, es ist dein Magen, der da knurrt. Jetzt einfach wieder einzuschlafen scheint unmöglich. Stattdessen muss jetzt ein Snack her, möglichst schnell zubereitet und fettig. Wir alle kennen diese nächtlichen Situationen, in denen unser Hunger unbesiegbar scheint. Unserem Körper scheint vollkommen egal zu sein, dass wir eigentlich den ganzen Tag über mehr als genug gegessen haben. Unser Magen und unser Gehirn sagen uns, dass wir etwas zwischen die Kauleisten brauchen, am besten sofort!

So ruft der WG-Kühlschrank deinen Namen – immer und immer wieder. Also quälst du dich aus dem Bett und schleichst dich ohne Licht in eure Studentenküche. In vollkommener Dunkelheit stehst du in eurer Küche vor dem Kühlschrank. Nicht lang fackeln, denn wenn man nachts nicht essen sollte, wieso gibt es dann Licht im Kühlschrank? Du öffnest den Kühlschrank und greifst dir alles, was du kriegen kannst: Gewürzgurken? Check. Lisas Vegemite? Check. Trüffelsalami von Justus? Aber hallo. Jetzt noch schnell eine PVE (Pfanne voll Eier) und du schwebst auf Wolke sieben. Zum Abschluss löffelst du noch etwas Nutella, aber mit dem Suppenlöffel. 

Nach 30 Minuten ist die nächtliche Fressorgie schon vorbei. Vollgefressen und ohne aufzuräumen oder erneut Zähne zu putzen, schleppst du dich in dein Bett zurück. Friedlich wie ein kleines Baby schläfst du ein, um am nächsten Morgen aufzuwachen. Mit Hunger – bereit für das Frühstück. Deine Mitbewohner wirbeln schon in der Küche herum. Leicht nervös betrittst du die Küche und versuchst dir nichts anmerken zu lassen, aber die Schlacht der letzten Nacht ist nicht zu übersehen. Du stotterst: „Leute, ich kann das erklären. Lisa, dein Vegemite ist aus …“ Doch Lisa unterbricht dich: “Aus Australien, ja. Well, ist doch kein Problem, es kann halt nicht jeder nach dem Abi nach Australien. Wir sind doch eine WG – sharing is caring.“ Justus ergänzt: „Eben, ich habe herzlich gelacht als ich gesehen habe, dass du meine Trüffelsalami gesnackt hast. Bist wohl zu den Feinschmeckern übergelaufen. Schwamm drüber, der nächste WG-Einkauf geht auf mich.“ 

Hat sich diese Geschichte wirklich so zugetragen oder ist sie frei erfunden? Unsere Mitbewohner heißen zwar vielleicht nicht BWL-Justus oder Lisa, aber wir alle kennen das Verlangen sich nachts einen Snack zu gönnen und manchmal muss man sich einfach der Sache hingeben. 

Vielleicht kochst du deinen Mitbewohnern als Entschädigung einfach etwas? 

Wie wäre es mit dem Kartoffelgratin wie von Mama oder leckeren Pizzabrötchen

Bilder-Quelle: Foto von Chander Mohan über Unsplash abgerufen am 27.05.2020, Lizenz: CC0 

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